Mein erstes Mal… Helios Strength!

Helios Strength

Oder: Dieses Ziepen im Hintern – ist das etwa Muskelkater?!

Die schönen Märchen fangen alle mit „Es war einmal“ an. Es war einmal eine schöne Prinzessin, die in 100jährigen Schlaf verfiel; …ein kleines Mädchen, dass seiner kranken Großmutter Wein und Kuchen brachte; ein tapferes Schneiderlein…  Und weil Helios Strength ein mindestens ebenso  schönes Märchen ist, warum es nicht auch mit „Es war einmal“ beginnen?

Also: Es war einmal ein schöner Tag im August, an dem der Freeletics-Algorithmus beschloss, mir ein Helios ins Programm zu setzen. Nun gut, jetzt reicht bei den meisten schon das Wort Helios, um Gänsehaut vom Feinsten zu zaubern. Mich selbst schockt Helios nicht. Es war lange Zeit, bevor ich einen Ausflug zu Goliaz unternahm, sogar mein Lieblingsworkout, denn mein persönliches erstes Helios hat eine ganz besondere Geschichte, die ich hier auch glatt einmal erzählen muss.

Es ist schon eine ganze Weile her, Januar 2015, als ich meine erste Hellweek mit Freeletics erreichte. Und da tauchte es plötzlich auf, ein mir bis dato unbekanntes Workout: Helios. Ich war damals am Laptop, als ich mir die Liste anschaute und dachte: „Oh mein Gott – 100 Burpees, 125 Lunges, 150 Climbers, 125 Situps – das wird verdammt hart!“ Und ich klappte den Laptop zu, mit dem Vorhaben, am nächsten Morgen mit Helios zu starten. Wer aufmerksam gelesen hat und Helios kennt, dem ist vielleicht schon aufgefallen, dass bei meiner Ausführung ein kleines Bisschen fehlt. Ein paar Übungen, um genau zu sein. Nochmal 150 Climbers, 125 Situps und 100 Burpees. Nun, genau das ist es aber, was ich damals gesehen habe: Nur den ersten Teil des Workouts. Umso größer war die Überraschung am nächsten Morgen, als ich starten wollte und plötzlich sah, dass ich mich leicht verguckt hatte…! Vielleicht hat es diese besondere Begegnung gebraucht, um meine Liebe für Helios zu entfachen – jedenfalls war ich danach Feuer und Flamme für dieses kleine Monster. Der Respekt davor blieb.

Zurück zum schönen Tag im August. Helios sollte es also sein, beschloss der Coach. Und weil es fast ein Dreivierteljahr her war, seit ich den Sonnengott zuletzt besiegt hatte, suchte ich in meiner virtuellen Facebook-Trainingsgruppe ein paar willige Mitstreiter. Meine Athleten dort sind große Klasse – und so einige kämpften sich mit mir an diesem Tag durch die Endurance- oder die Standardvariante. Doch ich hab auch ein paar starke Jungs in der Gruppe, in denen die Idee reifte, das Ganze doch auch mal in Strength zu versuchen. Und was soll ich sagen? Geile Idee!! Denn viele Strength-Workouts bleiben mir nicht übrig, dank fehlenden Skills an der Klimmzugstange und wahnwitzigen Aufgaben wie OH oder HS Pushups oder gar Pistols. Aber Helios Strength? Da ist nichts drin, was ich nicht auch könnte – nur halt in extremer Anzahl. Und so war die Sache geritzt: Helios Standard war im Kasten, Helios Strength sollte zwei Tage später folgen!

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Könnt ihr euch vorstellen, dass ich mich darauf wie verrückt gefreut habe? Auf insgesamt 200 Burpee Squat Jumps, 250 Split Lunges, 300 Froggers und 125 Jackknives in einem einzigen Workout? Klingt bekloppt, oder? Mein persönlicher Angstgegner waren dabei die Jackknives, ehrlich gesagt… Ich dachte lange Zeit, dass ich sie nicht kann und habe sie deswegen noch nicht mal probiert. Als ich mich dann zwangsweise doch mal herantasten musste, stellte ich erstaunt fest, dass ich sie sehr wohl draufhabe. Aber 125? Sauber? Niemals. Es war also von Vorneherein klar, dass ich mir den Stern wohl ein anderes Mal erarbeiten müsste.

Und so war es dann auch. Zwar zwickten die Oberschenkel nach den ersten Split Lunges ein wenig, und die Froggers machten es nicht gerade besser. Wirklich Zeit kosteten mich aber die Jackknives. Obwohl ich mich in kleinen 5er Päckchen durchkämpfte, brannte nach 60 der Bauch und beim ein oder anderen kippten mir die Beine ein wenig zu früh und zu unkontrolliert auf die Matte zurück. Ich schätze mal, bei einem Drittel glich die Eleganz dann doch eher der eines Marienkäfers auf dem Rücken… Mehr als 12 Minuten brauchte ich dafür! Und am Schluss hätte ich es schon als Cooldown verbuchen können – denn als ich endlich mit den Froggers zurück im Rennen war, musste ich erst einmal das Cardio-System wieder auf Touren bringen. 1 Stunde 4min und 41 Sekunden hab ich gebraucht, bis auch der letzte Burpee Squat Jump geschafft war. Hart, aber geil!

Muskelkater im Bauch habe ich erstaunlicherweise nicht bekommen. Im Po dafür umso mehr! 😀 Hat ganz schön gezwackt in den zwei Tagen danach. Ein herzlicher Dank geht nochmal an meine starken Jungs Dirk, Ulf und Jens von der Trainingsgruppe, die die Herausforderung mit Vergnügen angenommen haben und ein Workout mehr auf der To-Do-Liste abhaken konnten – mit Stern! Ihr seid großartig!

Denise Bernard

P.S.: Wer Lust hat, mein Training zu verfolgen: Instagram oder Freeletics sind eine Möglichkeit.

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6 thoughts on “Mein erstes Mal… Helios Strength!

  • Da muss ich mich doch auch gleich Manni Wort melden
    Also ohne euch starkes Team, Blog und Gruppe wäre ich ebenfalls nicht so schnell auf die Idee gekommen da mit ein zu steigen. 200 burpees plus ‘Kleinkram’ erzeugten jede Menge Respekt vor Helios Standard. An Helios strength hatte ich gar nicht erst gedacht und also vorletztes strength workout in den Zeitplan getaktet. Also in frühestens 8 Wochen.
    Da kam der Vorschlag mit dem ‘Gruppenhelios’ und nachdem ich die Woche sowieso schon 1000 burpees hatte waren die vom Helios auch schon egal. Also freitags ran an den Helios der anstrengend und erstaunlich gut für das 1. mal lief. Also gleich mal grosskotzig die strength Version ausgesprochen. Ich dachte ja nicht , dass das Folgen hat. Also die 1. Helios strength Zeit fiel. Also Zugzwang war angesagt. Muskelkater hatte ich (noch keinen) also gleich am nächsten morgen am Samstag an die strength Version gewagt. Eine Wasserschlacht in Begleitung von Franz einem Trainingspartner der spontan mit Einstieg war gestartet. In 1:07:xx war der Angstgegner bezwungen. Ein tolles Gefühl.
    Ich freue mich immer mehr über die tollen Sportler und die tolle Truppe die einen immer weiter und aufs neue motiviert. Danke dafür Denise

  • Ja. Der Muskelkater im Gesäß hinterher war formidabel.
    Bin 2, na sind wir ehrlich, eher 3 Tage wie auf rohen Eiern gelaufen.
    Danke für den Schubs dazu!

    • Nein, jedenfalls keine Challenge. Ab und zu baue ich ein paar Goliaz-Workouts in mein Training ein, wenn ich einen speziellen Fokus setzen will.

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